Zugewinnausgleich bei langer Trennungszeit

Zugewinnausgleich bei langer Trennungszeit

Eine lange Trennungszeit allein genügt nicht für die Annahme einer unbilligen Härte im Sinne des §1381 Abs. 1 BGB. Es müssen darüber hinaus Umstände vorliegen, die eine unbillige Härte begründen können. Dies ist dann der Fall, wenn das Vermögen erst nach der Trennung erwirtschaftet wird und somit bei einer Wertsteigerung nach Trennung der Eheleute, die innere Beziehung zur ehelichen Lebensgemeinschaft fehlt. Nicht jedoch wenn der einzige Vermögensgegenstand, der eine außergewöhnliche Wertentwicklung erfahren hat, bereits während intakter Ehe angeschafft wurde, auch wenn die maßgebliche Wertsteigerung ohne Zutun der Ehegatten erst nach der Trennung erfolgt.
OLG München, Schlussurteil vom 17.10.2012 – 12 UF 777/12



Eingestellt am 26.09.2013 von Oehme-Denk
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