Kündigung, Aufhebungsvertrag - Was tun?

Eine verhaltensbedingte oder personenbedingte Kündigung trifft den Arbeitnehmer jedoch häufig unverhofft und plötzlich. Dies gilt insbesondere, weil die verhaltensbedingte Kündigung aufgrund von Straftaten ohne Abmahnung erfolgen kann und weil Kündigungsanlass auch häufiger eine so genannte Bagatellstraftat ist.
Es stellt sich die Frage, wie man sich als Arbeitnehmer verhalten darf und auch muss. Der nachfolgende Ratgeber soll eine kleine Hilfe sein.

1. Ankündigung einer Kündigung/ Übergabe

Der Arbeitgeber kündigt eine Kündigung an bzw. übergibt diese und möchte den Erhalt der Kündigung von Ihnen mit Unterschrift bestätigt haben.

Bitte prüfen Sie genau, was unterschrieben werden soll. In meiner Praxis sind mir mehrere Fälle vorgekommen, in denen das Datum, an dem die Kündigung angeblich übergeben worden wäre, um mehr als drei Wochen vorverlegt wurde. Dies zu beweisen, kann sehr schwierig werden.

2. Aufhebungsvertrag

Der Arbeitgeber bietet zusätzlich zur Kündigung noch einen Aufhebungsvertrag an. Er verlangt, dass dieser sofort unterzeichnet wird.

In dem Moment, in dem man eine Kündigung erhält, befindet man sich in einer emotionalen Ausnahmesituation. In der Kürze der Zeit dürfte es auch nicht möglich sein, den Aufhebungsvertrag durchzulesen und die inhaltliche Bedeutung zu erfassen. Die Weisheit, man solle über Wichtiges eine Nacht schlafen, gilt durchaus auch heute noch. Vereinbaren Sie mit Ihrem Chef eine Überlegungsfrist, um den Aufhebungsvertrag prüfen zu können.

Es empfiehlt sich, bei umfangreicheren Aufhebungsverträgen, diese anwaltlich prüfen zu lassen. Sie erhalten von meiner Kanzlei hier kurzfristig einen Termin.

Für den Fall, dass ein Aufhebungsvertrag unterschrieben wird, wird darin häufig die Begründung für die Kündigung nicht angegeben. Da Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Beantragung des Arbeitslosengeldes ein Formular ausfüllen müssen, aus dem sich ein möglicher Kündigungsgrund ergibt, kann trotzdem die Verhängung einer Sperrfrist durch das Arbeitsamt erfolgen.

3. Meldung beim Arbeitsamt

Bitte melden Sie sich möglichst schnell beim Arbeitsamt und lassen Sie sich registrieren.



Eingestellt am 24.08.2009 von Oehme-Denk
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.
Neu laden

Wie viele Zeichen befinden sich im Bild?


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)