Ratgeber-Goldene Regeln für Ihre Geldanlage

Banken und Sparkassen sind als Kreditinstitute Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Sie unterliegen dem Wertpapierhandelsgesetz. Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Anlageberatung sind in diesem Gesetz geregelt. Die Institute sind gem. § 31 I Zif. 1 Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet, Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen mit der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Interesse ihrer Kunden zu erbringen.
Die Anlageberatung muss anlegergerecht und anlagegerecht sein.
Der Berater muss folgende Punkte der Anlegerpersönlichkeit recherchieren:

a) finanzielle Verhältnisse
b) Anlageziele und
c) Kenntnisse und Erfahrungen.

Die Bank darf den Kunden nicht dazu verleiten, Angaben zu diesen Positionen zurückzuhalten. Wie bereits ausgeführt, muss die Beratung auch anlagegerecht erfolgen. Das bedeutet:
Die aus dem Geschäft erwachsenden Risiken müssen für den Kunden finanziell tragbar sein. Das konkrete Geschäft, das dem Kunden empfohlen wird, muss seinen Anlagezielen entsprechen. Der Kunde muss mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen die Anlagerisiken verstehen.
Leider sieht die Gesetzeslage immer noch vor, dass bei einer Fehlberatung der Kunde beweispflichtig für das Bestehen eines Schadensersatzanspruches ist.

Deshalb sollten die folgenden Regeln für Ihre Geldanlage gelten:

1. Nehmen Sie jemand zur Beratung mit, verlangen
Sie eine Kopie des Beratungsprotokolls.

2. Schliessen Sie niemals Geldanlagegeschäfte mit
Verwandten oder guten Bekannten , die
einen "guten"Tip für Sie haben.

3. Stellen Sie sofort Fragen, wenn Sie etwas nicht
sofort verstehen.
Keine Hemmungen, es geht schliesslich um Ihr
Geld.

4. Überschlafen Sie Ihre Entscheidung und lassen
Sie sich nicht drängen.
Wenn jemand Sie zu schnellen Unterschriften
drängt , will man verhindern, dass Sie über
die Geldanlage nachdenken.

5. Fragen Sie nach Provisionen für die Bank und
oder den Mitarbeiter.

6. Kaufen Sie nur das, was Sie verstehen

7. Misstrauen Sie Hochglanzprospekten deren Inhalt
Sie nicht verstehen.Wenn man viel Geld für
Prospekte ausgibt, sind dies Emmissionskosten,
die Sie bezahlen.